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Befreiungsgebete! Wenn der Schuss nach hinten losgeht!

In diesem Beitrag erzähle ich von meinen eigenen Erfahrungen mit vorgefertigten Befreiungsgebeten aus dem Internet oder Büchern und möglichen negativen Konsequenzen, wenn sie zu Unzeiten ausgesprochen werden. Ebenfalls eine Alternative dazu.

 

Anfang 2011 wurde ich das erste Mal bewusst mit dem Thema Besetzung konfrontiert. Nach meiner Lebensübergabe an Jesus Christus war ich plötzlich mit schlimmsten geistigen Anfechtungen konfrontiert. Gotteslästerliche Stimmen, Niedergeschlagenheit und übersinnliche Empfindungen wie Hellsicht, Hellhörigkeit und Hellfühligkeit raubten mir den Schlaf und trieben mich immer mehr in eine abgrundtiefe Erschöpfung!

      

Ein damaliger Bekannter erlebte zu diesem Zeitpunkt ähnliches und schickte mir als Unterstützung ein christliches Befreiungsgebet, dass er wohl irgendwo im Internet gefunden hatte. Ich probierte es sofort aus und spürte sogleich, dass sich energetisch etwas in mir tut, doch wirklich Befreiung hat mir dieses Gebet nicht gebracht, im Gegenteil, die Anfechtungen verstärkten sich sogar wieder.  So versuchte ich meinen eigenen Umgang mit meinen Symptomen zu finden und bekam zumindest diese gotteslästerlichen Stimmen dank des immer wieder wiederholten Betens des Vater Unsers und dem Befehlt an die Wesen die mich so bedrängten, in Jesus Namen zu schweigen, in den Griff. Doch meine Hellsinne, die immer störender auf meinen Alltag einwirkten, wollten einfach nicht verschwinden. Mein permanenter Schlafmangel hat diesen Zustand zusätzlich noch gefördert.

 

Zu dieser Zeit bemerkte ich auch bei meinem Bekannten eine zunehmende und aus meiner Sicht zumindest, negative Wesensveränderung. Er war plötzlich wie ausgewechselt und nicht wieder zu erkennen. Plötzlich brach er mit einer seltsamen Nachricht den Kontakt zu mir ab und benahm sich nach Aussen immer sonderbarer und aggressiver. Ich blieb stille Beobachterin und machte mir zunehmend Sorgen um sein Befinden und hatte Angst ihn ganz zu verlieren. In meiner Hilflosigkeit griff ich dann irgendwann zu diesem Befreiungsgebet, dass er mir geschickt hat, in der Hoffnung, ihm vielleicht irgendwie damit helfen zu können. Ich betete das vorgefertigte Befreiungsgebet und befahl diesen höllischen Geistern in Jesus Namen aus ihm zu weichen. Bäääm….. was danach passierte, hätte ich mir in meinem schlimmsten Albtraum nicht vorstellen können. Er rastete noch mehr aus und meine eigenen Symptome wurden noch schlimmer. Noch in derselben Nacht hatte ich mein zweites NTE-Erlebnis, dass mich in meine eigene, ganz persönliche Hölle führte.

Mehr dazu, kannst du in diesem Video erfahren:

Diese Erfahrung war ein regelrechter Schuss vor den Bug. Ich wurde nun mit meinem eigenen Dämon konfrontiert, der mir auf überaus hässliche Art zeigte, was er von mir und meinen Befreiungsversuchen hält. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich hier wohl eine Grenze überschritten hatte und ich die Warnung erhielt, mich nicht ungefragt in fremde Angelegenheiten einzumischen. Jesus hatte es zugelassen, damit ich lerne, dass solche vorzeitigen Befreiungsversuche eine Grenzüberschreitung und wider die göttlichen Ordnung sind. Gleichzeitig durfte ich erkennen, wie mein eigener innerer Augiasstall behaftet war und dass ich mich besser erstmal "wortwörtlich" um "meinen eigenen Scheiss" zu kümmern habe. Das tat ich dann auch und schlussendlich musste noch über ein Jahr vergehen und viel Leid über mich kommen, bevor ich das erste Mal so etwas wie Befreiung erfahren durfte. Meinen Bekannten musste ich ganz loslassen und seine "Rettung" ganz allein in Jesus Hände legen. Die Er dann auch übernommen hat ;)

Was ich aus dieser Geschichte gelernt habe

Was mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war: Jesus hat mit dieser Geschichte bereits damals die Weichen für meine heutige Tätigkeit gelegt. Und das sollte meine allererste und wichtigste Lektion bezüglich „Befreiungsdienst“ sein!

  1. Bete nie ein Befreiungsgebet für einen anderen, wenn Du nicht darum gebeten wirst!
  2.  Unterschätze nie die Wirkung eines Befreiungsgebets. Sprich es nur aus, wenn du dir absolut sicher sein kannst, dass die Zeit zur Befreiung wirklich gekommen ist! Das kann manchmal ein jahrelanger Prozess sein, denn...
  3. Hinter jeder Besetzung stehen meist sehr komplex ineinander verknüpfte unerlöste Themen z.B. ungeheilte Traumatisierungen und daraus folgende Traumafolgestörungen, negative Verhaltensmuster, offene Schuld, Unvergebenheit und das auch über Generationen oder Inkarnationen hinaus, sowie unbewusste oder bewusste okkulte Verstrickungen. Solange diese Themen nicht bearbeitet sind, wird durch Gottes Zulassung den besetzenden Geistwesen das Bleiben solange gewährt, bis der Mensch das Nötigste zur Befreiung aufgearbeitet und beigetragen hat.
  4. Gott denkt immer ganzheitlich. Alle Betroffenen, der Besetzte, sein Umfeld, wie auch die besetzenden Geistwesen sollen durch diese Situation die Möglichkeit zur Weiterentwicklung erhalten. 
  5.  Jedes zu früh ausgesprochene Befreiungsgebet zieht für die Beteiligten eine mehr oder weniger negative Konsequenz nach sich! Auch wenn es noch so gut gemeint ist! Das ist auch so bei einem christl. Befreiungsdienst, beim kath. Exorzismus oder bei einem schamanischen, esoterischen oder anderweitigen Angebot! Immer dann, wenn es Probleme bei einer "Austreibung" gibt oder es zu immer wiederkehrenden Rückfällen kommt, kannst du davon ausgehen, dass wider die göttliche Ordnung gehandelt wird!
  6.  Wann der rechte Zeitpunkt für die Befreiung gekommen ist, liegt in Gottes Ermessen, nicht in dem des Menschen! Er braucht dazu keine Menschen, er lässt es aber zu, damit wir uns gemeinsam dienen und bei unserer seelisch- geistigen Wachstum unterstützen. Er hat jederzeit die gesamte Situation unter Kontrolle! Nicht der Geist an sich versursacht auftretende Probleme allein, sondern hauptsächlich das eigene, aus Unkenntnis und Ungeduld ungestüme dazwischen funken in Gottes Heilsplan.

Wie kommt es zu Rückfällen?

Befreiungsgebete können zur rechten Zeit und im rechten Maß sehr mächtig, wirkungsvoll und heilsam sein. Das durfte ich in all den Jahren, in denen ich nun in diesem Bereich mit vielen Menschen zusammengearbeitet habe immer wieder erfahren. Zu Unzeiten ausgesprochen, können sie jedoch auch grossen Schaden anrichten und zu immer wiederkehrenden Rückfällen und Verschlimmerung der Symptome führen.

 

Genauso hat es auch Jesus in Lukas Lk 11,24-26 beschrieben: «Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Gegenden und sucht Ruhe. Und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will zurückkehren in mein Haus, aus dem ich weggegangen bin. 25 Und wenn er kommt, findet er es gesäubert und geschmückt. 26 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird der letzte Zustand dieses Menschen schlimmer als der erste.“

 

Was bedeutet das nun genau? Eigentlich ist es ganz einfach zu verstehen: Wird ein Geist, z.B. durch ein vorzeitig ausgesprochenes Befreiungsgebet aus dem Menschen gejagt, sucht er erstmal nach einem neuen Aufenthaltsort, der ihm und seiner Gesinnung entspricht. Findet er diesen nicht, da ihm kein, in der göttlichen Ordnung entsprechender, neuer Aufenthaltsort zugewiesen wurde, kehrt er zu seinem ehemaligen "Haus", dem ehemals von ihm besetzten Menschen zurück. Er findet dann sein „Haus“ rein und hübsch hergerichtet vor… will heissen: Der Mensch ist wieder in alte negative Verhaltensmuster zurückgekehrt oder hat sich nie davon abgewendet. Das empfindet der Geist als gemütlich und darum sucht sich dann der ehemalige Hausbesetzer „7 neue Geister“, resp. er wird alles tun um sich noch boshafter gegen die göttliche Ordnung aufzulehnen und dem Menschen zu schaden.

Darum möchte ich hier eine deutliche Warnung aussprechen: Der Betroffene kann aus Rache für vorzeitige Vertreibungen noch mehr drangsaliert werden. Sein Energiesystem wird noch mehr belastet und blockiert und die Gefahr besteht,  psychisch und physisch immer kränker zu werden oder schlimmstenfalls in den Suizid getrieben zu werden. Das es dann immer schwieriger wird, so einen Menschen überhaupt zu erreichen, geschweige ihm zu helfen, liegt auf der Hand.

Meine Ratschläge für Selbstbefreiungsversuche

Besonders wenn von einer dämonischen Besetzung ausgegangen werden muss (Z.B. durch schwarzmagische Einflüsse, Flüche, weitere okkulte Verstrickungen)...

  • Halte dich von solchen im Internet oder aus Büchern veröffentlichten Gebeten fern
  • Keine Befreiungsversuche ohne Jesus Christus, den du als deinen Herrn und Gott noch nicht angenommen hast! Er dient nicht als Mittel zum Zweck. Er ist nur an dauerhaften und ernsthaften "Beziehungen" interessiert!
  • Nimm keine Hilfe in Anspruch von Befreiern, die Jesus Christus nicht als ihren alleinigen Herrn und Gott angenommen haben und Ihm in der Tat nachfolgen
  • Nimm keine Hilfe in Anspruch, in welcher Geister einfach „ins Licht“ geschickt werden. Ein höllischer Geist, kann nicht ins Licht gehen! Auch kein erdgebundener Verstorbener, der noch keine Reue und keine Einsicht in sein verkehrtes Verhalten erhalten und Busse getan hat!
  • Mach keine pauschalen Gruppenablösungen, Gruppengebete zur Befreiung mit. Meide solche Veranstaltungen, auch wenn sie christlich sind. Du begibst dich damit in Teufels Küche, weil aus den obengenannten Gründern keiner die Kontrolle über die freigewordene Geisterschar haben kann. Überlege dir gut, was für Konsequenzen das auch für dich und alle anderen Beteiligten haben kann!

Meine Alternative

Mein Fazit:

Die Befreiung von Besetzungen oder allgemein von negativen feinstofflichen Einflüssen lässt sich nicht einfach mal wegschnippen. Auch wenn es heute, egal ob im esoterischen oder christlichen Bereich vielfach so suggeriert wird. Eine wirklich nachhaltige Befreiung benötigt vor allem die Bereitschaft zur eigenen Reflexion und Veränderung des eigenen Verhaltens (Busse), Vergebungsbereitschaft, Einsicht zur eigenen Schuld und nicht selten auch ein offenes (Um-) Denken über herkömmliche, spirituelle Dogmas hinaus. Eine Befreiung ist immer ein ganzheitlicher Prozess, der den Betroffenen, seinem Umfeld wie auch den besetzenden Geistwesen viel Heilung bringen soll und deshalb seine Zeit benötigt. Sie fördert das Vertrauen, die Demut und die Hingabe in Gottes Heilsplan für alle Beteiligten.

 

 

©sabineamrhein.ch

Photoart by cottonbro on Pexels thx4

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Mein Angebot Herzensgebet ist ursprünglich aus einer Idee während des Lockdowns 2020 entstanden und findet seitdem jeden Montag um 20.30 Uhr statt. Gerade in unsicheren Zeiten, wo gewohnte Strukturen immer mehr auseinanderbrechen, kann uns das Gebet in Meditationsform zu innerer Stabilität und Ruhe und Frieden zurückführen.

 

Die Teilnahme am Herzensgebet ist völlig unverbindlich. Du kannst jederzeit einsteigen oder pausieren, wie es für dich passt. Um dich darauf einzustimmen erhältst du jeweils am Vortag ein Erinnerungsmail mit einem geistigen Impuls für die kommende Woche.


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Kommentare: 2
  • #1

    Vanessa (Montag, 03 Juni 2024 17:45)

    Hallo liebe Sabine,
    ich habe gerade deine Seite entdeckt und kann mit vielem Übereinstimmen. Insbesondere was du zum richtigen Zeitpunkt geschrieben hast.
    Ich gehe seit über 30 Jahren mit Jesus, habe aber seit 24 Jahren dass meine Beziehung zu ihm gekappt wurde. Ich kann ihn weder Hören noch fühlen oder die Bibel mit Lebendigkeit lesen.
    Wie du dir vorstellen kannst, habe ich schon alles mögliche versucht( Seelsorgerlektüre, Seminare, Bibelschule etc.) Die Verbindung zum Heiligen Geist wurde nicht wieder hergestellt. Ich wohne in der Umgebung Hamburg. Ich gehe zur Elim ( Pfingstgemeinde). Fällt dir Jemand ein, der mir helfen könnte?
    LG Vanessa
    Vanessa-Rose7@web.de

  • #2

    Sabine (Dienstag, 04 Juni 2024 09:55)

    Hallo liebe Vanessa

    Vielen Dank für Dein Feedback. Ich freue mich, wenn Du Dich ein Stückweit in meinem Blogartikel wiedererkennen konntest. Ich werde Dir eine E-mail schreiben. Alles Liebe und Gottes Segen, Sabine