Reinkarnation im Christentum

Ich werde oft gefragt ob ein christlicher Glaube und der Reinkarnationsgedanke nicht ein Widerspruch sind?

Meine Antwort lautet: Nein, keinesfalls, denn im Urchristentum war der Reinkarnationsgedanke in engeren Kreisen ein fester Bestandteil des Glaubens. Man beachte z.B. die Schriften frühester Kirchenlehrer wie Origenes, Gregor von Nyssa, Clemens von Alexandria etc.

Ebenfalls gibt es viele Stellen die in der Bibel an einen frühchristlichen Glauben der Wiedergeburt ins Fleisch hindeuten.
Im zu den Apokryphen zählenden Thomasevangelium können wir entnehmen: „Jesus sprach: Heute wenn ihr euer Ebenbild seht, freut ihr euch. Wenn ihr aber eure Bilder seht, die vor euch geworden sind, ... wie viel werdet ihr ertragen?"
(Thomas Evangelium V. 84)

 

Im urchristlichen Reinkarnationsgedanken geht man davon aus, dass sich eine Seele aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zusammensammelt und sich bis zur Menschenseele emporschwingt. Im Unterschied zur östlichen Reinkarnationsphilosophie, wandert jedoch keine noch so unvollendete Menschenseele mehr Rückwärts ins Tier- Pflanzen- oder Mineralreich!
Durch die Menschwerdung Jesu Christi und dessen Kreuzestod, wurden die Tore zum ewigen Leben nicht nur für die, ab diesem Zeitpunkt auf der Erde Lebenden eröffnet. Nein, die göttliche Vorsehung ermöglichte es von diesem Zeitpunkt an, den auch  schon lange vorher hinübergegangenen, Jesus und seine Lehre kennenzulernen und durch den Glauben an ihn und die daraus entstehende tätige Liebe, das ewige Leben zu erlangen. So wandern selbst heute viele Seelen ins Fleisch für eine nochmalige kurze Lebensprobe, um sich die zahllos vielen geistigen Eigenschaften anzueignen, die zur Erreichung der wahren Kindschaft Gottes notwendig sind.

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Sabine Amrhein

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