Wochenimpuls Herzensgebet | Erwartungshaltungen

Die 1. Kernaussage "des Buches „5 Dinge die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware dreht sich um das Thema Erwartungshaltung: "Ich wünschte… ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten."

Falls du das Buch noch nicht gelesen hast:

 

Die Palliativpflegerin Bronnie Ware erzählt in ihrem Buch, was sterbende Menschen kurz vor ihrem Tod am meisten bereuen. Dieses Buch lädt uns immer wieder dazu ein, ein Leben zu führen, wie wir es uns wünschen – bevor es zu spät ist.... denn keiner weiss wie lange uns in diesem Leben die Zeit dazu geschenkt wird.

 

Während Bronnie sterbende Menschen in ihren letzten Stunden begleitet, wird sie auch durch diese bereichert. Denn Bronnie erhält von ihnen Antworten auf die Frage: Was macht ein gutes Leben aus?

 

Es ist ein Leben ohne Reue. Die befragten Menschen bereuten nicht das Leben das sie hatten, sondern hauptsächlich dass, was sie nie gelebt haben.

 

In diesem Blogartikel beleuchte ich diesmal den ersten Wunsch:

Ich wünschte… ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.

 

Reflexion: Bereits als Kind mussten wir die Erwartungen von andern erfüllen, welche «die Macht» haben. Aber, mit 18 oder 20 Jahren, wenn wir Erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen können, lernt dich leider keiner «Hey ich bin kein kleines Kind mehr, ich kann es ändern, ich könnte jetzt gleich auf mein eigenes Herz hören, anstatt permanent nur die Erwartungen der anderen zu erfüllen.» Nein, um des lieben Friedens willen, verbiegen wir uns lieber weiter bis zum Brechen, halten die Klappe, tun weiterhin was uns gesagt wird und folgen nicht der Wahrheit unseres eigenen Herzens.

 

Nicht selten bleibt dies ein Leben lang so. Z.B. in der Partnerschaft, im Job, in Freundschaften aber auch in der eigenen Spiritualität und im Glauben. Wir machen alles mit aus Angst

  • nicht zu genügen
  • nicht einem bestimmten Bild zu entsprechen
  • ausgeschlossen zu werden
  • vor dem Alleine sein
  • aus existenziellen Gründen
  • oder ganz einfach, weil wir feige, zu faul und bequem sind

Und wehe dem, einer bricht aus und beginnt auf sein Herz zu hören und danach zu handeln. Dann hagelt es nur so von Be- und Verurteilung:

  • Das kann darf/doch nicht sein
  • der/die kann doch das nicht machen
  • das ist aber egoistisch…
  • du machst alles kaputt
  • du bist schuld wenn alles in die Brüche geht
  • du bist krank, lass dir helfen
  • du musst dich ändern
  • niemand mancht das so, nur du

.... oder beziehen wir es z.B. auf den christlichen Glauben

es ist unchristlich…

  • wenn du dich nicht zu allem Ja und Amen sagst, was von der Gemeindekanzel gepredigt wird
  • nicht täglich in der Bibel liest
  • dich nicht wortwörtlich an die Bibel hältst
  • wenn du mit deinem Schicksal haderst und selbstverantwortlich etwas daran ändern möchtest 
  • wenn du anders denkst und fühlst als "die richtigen Christen, die Bibeltreuen"...
  • wenn du an einen liebenden barmherzigen Gott glaubst und nicht an einen rachsüchtigen Richter

.... dann bist du kein richtiger, kein guter Christ ... dann bist du ein Selbsterlöser, ein Esoteriker, ein Ungläubiger... und gehörst.... in diesen See, ganz aus Feuer...

 

Mal ganz ehrlich: Ist das nicht das allertiefeste Mittelalter? Oder im Neusprech: Gaslighting?

 

Jesus ist gekommen um uns aus dem Dogma und den starren alten Glaubenssätzen und Gesetze zu erlösen, nicht um sie aufrechtzuerhalten. Er hat uns mit seiner Lehre den Weg geebnet um freie Gotteskinder werden zu können. Er lehrte uns wieder auf unser eigenes Herz hören und uns nicht in Schablonen pressen lassen.

 

Wir sind seit Schöpfungsbeginn vollkommen frei vor Gott. Jedem Menschen, jeder Seele ist ein freier Wille geschenkt. Wir können jeden Moment entscheiden ob wir dieses Geschenk annehmen wollen oder ob Ärger, Stress, Schmerz und Leid unser gesamtes irdisches und jenseitiges Schicksal bestimmen! Solange wir im Mangeldenken sind, uns in Schuldgefühlen oder in unserer Opferrolle suhlen, solange wir über unsere Mitmenschen urteilen, über sie richten, sie abwerten, solange bleiben wir in unserer persönlichen Leidensspirale gefangen.

 

Wir sollten uns stets bewusst sein, Energie folgt unseren Gedanken, ausnahmslos. Unsere Gedanken düngen unsere Emotionen und aus unseren Emotionen lassen wir uns zu unseren Handlungen treiben und unsere Handlungen bestimmen unser Schicksal, was wiederum Emotionen erzeugt. Jede unserer Handlungen hat also eine Konsequenz. Aber das Wunderbare daran ist, Gottes Barmherzigkeit,  geht immer mit uns mit, egal wie wir uns entscheiden.

 

Also geh in dein Herz und prüfe dich, wenn dein Leben im Moment nicht so rund läuft, wie du es gerne hättest

  • Wie oft hörst du auf die anderen und nicht auf das was dein Herz dir sagt?
  • Wie oft übergehst du dich selbst und erfüllst stattdessen die Erwartungshaltungen anderer?
  • Wo gehören diese Erwartungshaltungen wirklich hin?
  • Sei ganz ehrlich zu dir: Macht dich diese «Aufopferung» aus tiefstem Herzen glücklich?
  • Welche Resultate erhältst du, wenn du immer nur die Erwartungen der anderen erfüllst?
  • Bringt es dich dorthin, wo du gerne sein möchtest?
  • Bist du dir bewusst, dass diese permanente Aufopferung mittel- oder langfristig auf Kosten deiner Gesundheit und Psyche geht?

 

Glück ist immer eine persönliche Entscheidung! Eine Entscheidung die du Gottseidank jeden Moment neu treffen kannst.

 

Ich hoffe du konntest hieraus einige positive Impulse für dein Leben schöpfen und wünsche dir den Mut, heute noch deine persönliche Entscheidung für ein freies und glückliches Leben zu treffen.

 

Herzlich,
Sabine

Wochenimpuls Herzensgebet vom 13.06.2022



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