Gedanken Tanken

Warum ich schweigen gelernt habe

Wenn mir jemand sagte ...
was ich in seinen Augen zu  tun habe,

was oder wie ich sein soll,

was ich denken, fühlen, sagen darf,

ob ich was sagen darf,

wie ich was sagen darf,

 

erfüllte es mich mit Angst mich selbst zu sein

aus Angst ...
vor dem nächsten Zusammenschiss,

mich zu blamieren

mein Gesicht zu verlieren

ausgelacht zu werden
angegriffen zu werden

gehasst zu werden

ausgegrenzt zu werden

verletzt zu werden

immer wieder ...
mein Wesen, mein Ich zu unterdrücken

hat mich über all die Jahre viel Kraft

und wertvolle Lebenszeit gekostet

solange bis ...
ich es endlich begriff und mich
für die Heilung meines Schmerzes
und meiner Ängste öffnete

 

 

©sabineamrhein.ch | 29. juli 2022

 

 





Es ist die Nacht
die uns zu den Sternen erhebt.

Es waren nicht die lichterfüllten Tage die mich in meinem Leben weitergebracht haben, sondern meine dunkeln Nächte. Die Nächte in denen ich auf mich selbst zurückgeworfen wurde. All meine Kämpfe mit der Finsternis in mir. Mit meinen Ängsten, mit meiner Wut, mit all meinem Schmerz, mit mir, mit der Welt, mit meinen Mitmenschen, mit den Umständen und Ereignissen die mir in meinem Leben begegneten.

Es waren die Nächte, in denen ich schlaflos über all die Dinge nachdachte, über die ich keine Macht und Kontrolle hatte. Es waren Nächte voller Gebete voller kindlicher und vertrauensvoller Zwiegespräche mit Gott. Und immer dann, wenn ich mich Ihm endlich voll und ganz hingab und sprach: Dein Wille geschehe, wie es für mich und alle Beteiligten, zeitlich und ewig am Besten ist....

....dann öffnete sich für mich der nächtliche Himmel, ich sah in meiner dunkeln Nacht, plötzlich wieder die Sternenpracht und tief in meinem Herzen wusste ich wieder, woher ich kam, warum ich hier bin und wohin ich zurückkehre... und dann, erst dann brach ein neuer Morgen für mich an....



 
©sabineamrhein.ch | 26. juni 2022

 

 

 

 

 

Ich bin nicht für jedermann
Ich bin wie ich bin und nicht so, wie man mich gerne hätte...
  • Ich bin nicht perfekt und muss es auch nicht
  • Ich bin manchmal chaotisch und manchmal ganz schön straight
  • Ich benötige manchmal ein gewisses Stresslevel, einen richtigen A***kick um in Bewegung zu kommen, wenn der Karren aber mal läuft, dann läuft er
  • Ich kämpfe wie jeder andere mit der Welt und mit mir selbst und lasse es auch mal schleifen, wenn ich den Kampf müde geworden bin
  • Ich mag keine Oberflächlichkeit, aber "religiöse" oder "spirituelle" Überheblichkeit stossen mich noch um vieles mehr ab
  • Ich liebe gute tiefsinnige Gespräche, aber auch mal einfach die Klappe zu halten
  • Ich bin eher still, doch wenn ich so richtig in rage gerate, kann auch ich mal ziemlich laut ausflippen
  • Ich versuche in allem Schlechten auch das Gute zu sehen, auch wenn es manchmal wirklich nicht einfach für mich ist
  • Ich versuche positiv zu denken, aber sich alles schön zu reden bringt einem auch nicht weiter
  • Auch ich habe blinde Flecken, aber eine gewisse Betriebsblindheit gehört zum Leben
  • Werde ich ihnen bewusst, dann arbeite ich jedoch daran
  • Ich liebe die dunkeln Stunden meines Lebens, denn nur die Nacht erhebt uns zu den Sternen
  • Auch wenn ich Schwarz-Weiss-Fotos liebe, heisst das nicht, dass meine Welt nicht bunt ist
  • Ich wachse an meinem Herausforderungen und bin dankbar, dass mir nicht immer alles auf dem Silbertablett serviert wird
  • Mit mir kann man Pferde stehlen, aber ich habe auch überhaupt keine Probleme damit, einen "Esel" einfach auch mal stehen zu lassen
  • Manchmal schiebe ich Dinge ins Unendliche und manchmal rede und handle ich viel zu überstürzt, ohne zu denken
  • Ich bin flexibel, aber mit Druck und Zwang erreichst du bei mir das pure Gegenteil
  • Ich bin eher zurückhaltend, aber auch mir platzt mal der Kragen
  • Ich habe viel Verständnis, aber auch das ist mal erschöpft
  • Mein Geduldsfaden ist ellenlang, aber auch der läuft mal aus
  • Ich bin leidensfähig, aber jeder Leidenskelch ist auch mal ausgetrunken
  • Mir fällt es in der Regel leicht zu verzeihen, aber ich muss dir trotzdem nicht wieder zu viel Raum in meinem Leben schenken
  • Wenn ich Blödsinn gebaut habe, kann ich auch um Verzeihung bitten, aber ich krieche niemandem in den Arsch um ihn wieder wohlgefällig zu stimmen
  • Wenn es für mich und dich im Augenblick nicht mehr stimmig ist, kann ich eine Pause einlegen und uns die bedingungslose Freiheit lassen, getrennt zu wachsen, um sich dann vielleicht irgendwann mal wieder neu zu begegnen, oder auch nicht
  • Meine Türe steht für jeden einen Spalt offen der es nochmal mit mir versuchen will, wenn es aber genug ist habe ich kein Problem damit, die Türe vor deiner Nase nochmals zuzuknallen
  • Über die Jahre ist mir ein dickes Fell gewachsen, aber gefallen lasse ich mir trotzdem nicht alles
  • Vielleicht bin ich für dich zu kompliziert, vielleicht zu tief oder sogar zu dumm
  • Vielleicht brauche ich in deinen Augen zu lange bis ich etwas kapiere
  • Vielleicht stören dich meine grauen Haare aber glaube mir, die sind schwer verdient
  • Vielleicht habe ich in deinen Augen die falschen Ansichten, ein falsches Weltbild, einen falschen Glauben, eine falsche Meinung
  • Vielleicht benutze ich für dich die falschen Worte oder Ausdrücke
  • Vielleicht bin ich für dich zu teuer oder auch zu billig
  • Vielleicht bin ich für dich zu undogmatisch, zu wenig wie alle anderen oder wie alle anderen
  • Vielleicht sage ich dir Dinge die du nicht hören möchtest, vielleicht bräuchtest du von mir endlich mehr Klartext. Manchmal gleich
  • Vielleicht lese ich in deinen Augen die falschen Bücher und tue Dinge die du niemals tun würdest
  • Vielleicht mag ich die Gesellschaft von Menschen die du nicht magst, vielleicht mögen wir auch deine Gesellschaft nicht
  • Vielleicht gehe ich einen Weg den du nicht verstehen kannst, doch ganz ehrlich, auch deiner reizt mich nicht
Kurz: Ich bin wie ich bin und ich bin nicht für jedermann

 

 

 

©sabineamrhein.ch | 22.januar 2022