Warum ich bei einer Befreiung nicht auf schnelle Symptombekämpfung setze

Eine Besetzung oder Umsessenheit von Geistwesen oder Fremdenergien im Allgemeinen kann das Leben eines Betroffenen mehr oder weniger stark beeinflussen. Gerade bei schweren Besetzungssymptomen ist es verständlich, dass man seine "Plagegeister" möglichst schnell wieder loswerden möchte. Es gibt mittlerweile 1000ende von Angeboten mit den verschiedensten Methoden. Meist wird dabei jedoch nur auf eine schnelle Symptombekämpfung abgezielt. Dies ist wohl verständlich, da sich eine Besetzung durchaus sehr unangenehm manifestieren kann.

 

Die Problematik bei der reinen Symptombekämpfung ist wie bei den meisten schulmedizinischen Massnahmen, dass wohl das Symptom vorübergehend verschwinden kann, aber das Kernthema, die Wurzel des Übels damit nicht ausgerissen wird. Dies begünstigt, dass sich Geistwesen im Menschen zurückziehen mit ihrem Einwirken, um dann wieder langsam, aber systematisch die Kontrolle über die angestrebten Funktionen wie Denken, Gefühle, Wollen und Handeln zu übernehmen. Wird ein solcher Geist zu früh aus seinem "Haus geschmissen" ohne, dass zuvor die "Schadstelle", die eigentliche Dysbalance der Seele" verschlossen oder geheilt ist, kommt es immer zu Rückfällen, die sich dann nicht selten weit schlimmer manifestieren als die erste Besetzung.

 

Dies sagt Jesus auch ausdrücklich in Lukas 11,24:

 

Von der Rückkehr unreiner Geister

"24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte und sucht Ruhe; und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin. 25 Und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt. 26 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang."

 

Darum ist es so wichtig, dass ein Mensch seine Einfallstore kennt und sie lernt zu verschliessen. Ebenfalls kann ein Geist nur dauerhaft aus einem Menschen weichen, wenn er mit diesem nicht mehr auf Resonanz geht. Resonanz erzeugt z.B. Unvergebenheit, offene Schuld, seelische oder charakterliche Schwächen, Suchtverhalten etc. Diese müssen im Vorfeld erkannt und mit Jesus Hilfe heilsam gewandelt werden. Ist ein Mensch okkult verstrickt muss er sich sogleich davon enthalten und mit allen Verbindungen brechen. Leider sind dies heutzutage die meisten Menschen. Sei es durch eigenes Zutun, in diesem oder einem Vorleben, durch die Familie, Vorfahren oder Bekannte.

 

Dies bedeutet, wenn ein Mensch wirklich dauerhaft Befreiung erfahren möchte, muss er zuerst selbstverantwortlich seine offenen Baustellen mit Jesus Hilfe bearbeiten und heilen. Er muss seine eigenen Schwächen, seine seelische Dysbalance erkennen und in ein vernünftiges Mass bringen. Nur so kann sich das magnetische Fluidum, dass den fremden Geist und einen Menschen bindet dauerhaft gelöst werden. Nur so kann dem Geist begreiflich werden, dass sein selbstsüchtiges Verhalten durch den Menschen nicht weiter ausgelebt werden kann.

 

Erst wenn ein Mensch aus freien Stücken wieder in diesen Punkten, welche die Besetzung verursacht haben in die göttliche Ordnung zurückkehrt, wird Jesus die Löse des Geistes herbeiführen. Ob das dann in einer Befreiungsitzung passiert oder ob Er dem Menschen einfach so Befreiung schenkt, ist Ihm ganz allein überlassen. Er braucht uns Menschen nicht um Geister aus Menschen zu lösen. Beten kann unterstützend helfen, aber beten allein wird den Menschen nicht dauerhaft befreien, sondern nur eine Änderung seines Verhaltens. Darum ist es besser wir beten: "Lieber Vater, zeige mir, wie es zu dieser Besetzung gekommen ist und was ich selber tun kann und muss, um wieder davon frei zu kommen und das es nicht zu Rückfällen kommt." Anstelle von "Bitte befreie mich von diesem Geist".

 

Von göttlicher Seite sind Besetzungen darum immer zur seelisch u. geistigen Reife des besetzten Menschen und des besetzenden Geistwesens zugelassen. Geistern kann oft nur durch eine solche Besetzung begreiflich gemacht werden, dass sie ihr irdisches Gewand abgelegt haben. Auch benötigen sie nicht selten die schmerzhafte Erfahrung, dass sie ihre materiellen Bedürfnisse nicht mehr stillen können und dass sie sich vertrauensvoll in Gottes Willen ergeben dürfen.

 

Da ein Mensch nur von einem Geistwesen besetzt werden kann, wenn er sich über längere Zeit in einer seelischen Dysbalance befindet, resp. die göttliche Ordnung verlassen hat, dienen ihm die Geistwesen mit Symptomverstärkung, um Ihn auf seinen Irrweg aufmerksam zu machen. Diese Geistwesen weisen immer auf eine ähnliche Schwingungsresonanz hin. Sei es seelisch, charakterlich oder eben durch okkulte Verstrickungen, die immer eine Bindung an dämonische Wesen oder an die sonstig niedrig schwingende Geisterwelt erzeugt. So wird schlussendlich allen geholfen, dem besetzten Menschen und dem besetzenden Geistwesen.

 

Versucht man nun solche Geistwesen unüberlegt oder gar gewaltsam aus dem Menschen herauszubefördern, so werden diese Lernschritte einfach übersprungen und die göttliche Ordnung missachtet. Keiner hat dabei etwas gelernt. Neubesetzungen und Symptomverstärkungen als Racheaktion sind dann vorprogrammiert.

 

Aus diesem Grund ist die gründliche Vorarbeit so wichtig und darum führe ich mit jedem Klienten erst ein ausführliches Vorgespräch und mache eine Anamnese der Gesamtsituation. Aus den Informationen, welche ich aus diesem Gespräch erhalte, kann ich dann die weiteren Schritte einleiten und diese führen immer zunächst über eine gründliche Reflektion des Klienten. Über die Auseinandersetzung mit seinem eigenen Ich und die Aufarbeitung seiner offenen Lebensthemen. Es muss dem Menschen 100 % ernst sein in die göttliche Ordnung zurückzukommen und er muss es auch in der Tat beweisen. Erst wenn diese Arbeit gewissenhaft und ehrlich abgeschlossen ist kann der nächste Schritt, die Lossprechung eingeleitet werden. Wenn der Klient das eigene Zutun erkannt und sein Verhalten geändert hat. Dann wird Jesus der alleinige Akteur in der ganzen Handlung, denn ER ist der Befreier, nicht ich. Meine Aufgabe war es den Menschen vorzubereiten, dass Jesus mit seiner ganzen Gnade eingreifen und Heilung und Befreiung schenken kann. Ob und wie weit diese dann geschieht, dass liegt in Seinem Ermessen, denn nur Er kann in unsere Herzen sehen.

 

Hat ein Mensch die Vorarbeit gründlich erledigt, sein Lebensbuch soweit bereinigt, seine Schwächen erkannt und dagegen angekämpft, wird er in der Regel auch frei von seinen Plagegeistern. Bisher sind Sitzungen nur fehlgeschlagen, wenn der Mensch nicht ehrlich zu sich, selbst, zu seinen Mitmenschen und zu Jesus war. Wenn Jesus nur als Mittel zum Zweck angesehen wurde und das ganze nur halbherzig angegangen worden ist. Aber auch hier: "Dein Wille geschehe, lieber Vater und nicht unser!"

Es kostet mich immer sehr viel Aufwand und Energie, einen Menschen wirklich bereit für eine Befreiung zu machen. Je nach Motivation und Einsatz kann eine Begleitung darum mehrere Wochen oder Monate dauern. Meine Klienten arbeiten jedoch selbstverantwortlich, ich diene ihnen dabei hauptsächlich als Wegweiserin. Ich kann ihnen zwar den Weg zeigen, gehen muss ihn aber jeder selbst. Alles andere hat keinen Bestand. Jesus hat für uns ein grosses Opfer dargebracht, den Kreuzestod. Darum ist es für uns auch nicht zu viel verlangt, wenn wir für unser Heil, auch Ihm ein paar kleine Opfer vor seine Füsse legen. Sei es auf materieller Ebene sowie und hauptsächlich, all unsere schlechten Eigenschaften, unsere Unvergebenheit und unsere ganze Hingabe und Liebe in seinen Willen. 

Kontakt:

Erstkontakt bitte nur schriftlich via Kontaktformular!
Sabine Amrhein | Sägestrasse 78 | 3098 Köniz

 

 

Christl. Befreiungsdienst und Seelsorge

Mitglied des Therapeutennetzwerks der SWISS IANDS, der schweizerischen Vereinigung für Nahtoderfahrungen