Können gläubige Christen besessen sein?

In manchen christlichen Kreisen wähnt der Glaube, ein Christ, der Jesus angenommen und damit "neu- oder "Wiedergeboren" sei, der könne nicht mehr besessen sein oder es werden. Doch ist das wirklich so?

 

Hierzu muss vielleicht zunächst genauer erläutert werden, was denn Wiedergeboren eigentlich bedeutet! Es ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Mensch, der Jesus angenommen hat, sogleich auch "Wiedergeboren" ist! Denn die geistige Wiedergeburt bedeutet in erster Linie die Einswerdung mit dem Gottesgeist. Diese kann sich jedoch nicht über Nacht vollziehen, sondern erst nach einer vorbereitenden Läuterung der Seele eines Menschen. Und das kann viele Jahre dauern, nicht selten ein Leben lang, ja meist bis über den Tod hinaus. Erst wenn ein Mensch zur vollkommenen Einheit mit Gott = Jesus Christus gelangt ist und in sich die Welt, die Sünde mit Jesus Hilfe endgültig überwunden hat, sein Herz rein geworden ist, wird er vollständig Wiedergeboren. Erst dann ist auch die Macht Satans endgültig über einem Menschen auch gebrochen.

 

Vor dem Herrn gibt es im Grunde nur eine einzige Sünde, welche die Mutter aller anderen Sünden ist: Der Hochmut. Aus ihm entspringen alle anderen Sünden. Um alle Sünden wie auf einen Schlag loszuwerden, müsste man also den Hochmut loswerden, da dieser der alleinige Grund all anderen Sünden ist. Und jetzt mal Hand aufs Herz, wer schafft das schon auf diesen einen Schlag?

 

Solange also auch ein Christ noch nicht in allen seinen Lebensbereichen reinen Herzens ist, solange ist es grundsätzlich möglich, dass sein Körper von einem Geistwesen besetzt werden kann. Dies führt uns bereits zur nächsten Streitfrage! Dämonische Besessenheit!

 

Durch religiöse Dogmen wird oft suggeriert, dass es nur die dämonische Besessenheit gibt. Dies ist aufgrund familiärer oder persönlicher okkulter Verstrickung oder gänzlicher Abwendung von Gott durchaus möglich und heutzutage leider immer häufiger der Fall. Die Hauptzahl von Besessenheitsfällen besteht jedoch nach wie vor aus erdgebundenen Verstorbenen, welche durch die Besetzung eines irdisch lebenden Menschen, verschiedene seelische, oder körperliche Störungen auslösen können. Dieser Fakt wird leider bis heute kaum, weder von Kirchen noch von der Schulmedizin in Erwägung gezogen oder anerkannt und in die christl. Seelsorge oder Therapie miteinbezogen.

 

Dämonische Einflüsse und deren Manifestation in Form von Besessenheit, ist im christlichen Umfeld mehr oder weniger bekannt und toleriert. Die röm. kath. Kirche, charismatische Kreise oder andere Freikirchen versuchen in solchen Fällen durch einen Exorzismus oder Befreiungsdienst, die Befreiung für die besetzte Menschenseele zu erlangen. Was durchaus gelingt, aber längst nicht immer! Über die Einflüsse von erdgebundenen Verstorbenen wird jedoch kaum, bis gar keine Aufklärung betrieben. Ihre Existenz hat leider immer noch in vielen Glaubensbildern gar keine Berechtigung.

Leider ist es immer noch oft so, wer als Christ selbst andere Erfahrungen macht, hellsichtig, hellhörig oder hellfühlig ist, Energiefelder um und am Menschen erkennen kann, erdgebundene Verwandte oder andere Seelen wahrnimmt und dies wagt auszusprechen wird innerhalb christlicher Kreise von Gemeindemitgliedern zurechtgewiesen und auf teuflische Verführung verwiesen. Ich erlebe das leider immer wieder selbst oder bekomme das von meinen Klienten bestätigt, die sich in der eigenen Gemeinde unverstanden fühlen und anderweitig Hilfe suchen.

Ich hoffe sehr, das sich dies irgendwann ändern wird und die Kirchen und die Gläubigen wieder offener werden und sich für die jenseitigen Zustände und die Weiterentwicklung einer Seele im Jenseits interessieren. Es gibt zahlreiche frühe, christliche Literatur, die bis ins kleinste Detail die jenseitige Wirklichkeit beschreibt und die anhaltende Mähr vom auf ewig strafenden Richtergott widerlegt. Man muss nur suchen und man wird finden. Z.B. das Buch von Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle kann ich jedem nur wärmstens ans Herz legen. Wer mehr über die jenseitigen Zustände und somit auch mehr Verständnis für die Geisterwelt erlangen möchte kann in diesem Buch die wahrhafte Liebe und Barmherzigkeit Gottes, aller seiner Wesen gegenüber erkennen.

 
Doch was machen denn diese Erdgebundenen bei einem Menschen? Der amerikanische Psychiater Dr. Carl Wickland, sorgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts im damaligen Psychiatriewesen für grosses Aufsehen. Anhand von über hundert Fallbeispielen erläuterte er in seinem Werk "30 Jahre unter den Toten", die plausiblen Zusammenhänge von psychischen und physischen Erkrankungen und Besessenheit. Dank zahlreicher Dialoge mit besetzenden Geistwesen, gelang es ihm auf eindrückliche Weise darzulegen, wie nachhaltig Befreiungsarbeit psychisch und körperlich erkrankten Menschen, sowie erdgebundenen Verstorbenen helfen kann. Hier kannst du mehr über erdgebundene Seelen erfahren.

 

Wie kommt nun ein solcher Geist in einen Menschen?

 

Jeder Mensch besitzt von Grund auf bestimmte Neigungen oder Prägungen durch sein Leben und folglich auch durch seine Gedanken. Dabei erzeugt er seine ihm ganz eigene Schwingungsfrequenz, welche er durch seinen Aussenlebensäther, auch Aura genannt, in seine Umgebung abstrahlt!

 

"Esoterik und Teufelswerk"? Mitnichten! Dank der Kirlianfotografie, kann man dieses Energiefeld, welches im Übrigen alle Materie umgibt, auch in der modernen Forschung, der Physik, wissenschaftlich nachweisen! Diese magnetische Ausstrahlung zieht nun wiederum Geistwesen an, welche sich durch dieselbe Schwingungsresonanz angezogen fühlen. Ist das Energiefeld durch diverse Umstände geschwächt, kann ein solcher Geist, durch diese natürliche Schutzhülle hindurchschlüpfen und einen Menschen besessen machen.

 

Eine solche Besetzung kann im Anschluss, fast alle geistigen Funktionen wie: Wahrnehmung, Gefühle, Verarbeitung, Gedanken, Wille, Handlungen, mehr oder weniger stark beeinflussen. Ferner wird durch eine Besetzung das menschliche Energiesystem blockiert und als Folge können verschiedene Krankheitssymptome entstehen. Auch solche, die aus schulmedizinischer Sicht keine plausible Erklärung ergeben oder auf keinerlei Therapieversuche anschlagen.

 

Viele psychische und auch physische Problematiken sind deshalb auf erdgebundene Seelen zurückzuführen! In extremen Fällen, wie z.B. bei verschiedenen Formen von Psychosen, Schizophrenien, oder bei Psychopathen, wird dabei der Wille des fremdbeeinflussten Menschen vollkommen durch die Fremdeinwirkung ausgeschaltet. Viele Suchttherapien scheitern, da die mit verursachenden Geistwesen nicht entfernt wurden!

 

Aus Unkenntnis werden solche Besetzungen von Seelsorgern, Ärzten oder Therapeuten sehr selten erkannt und dementsprechend nicht behandelt! Bei erdgebundenen Verstorbenen ist man mit einem herkömmlichen Exorzismus, wie man ihn in kirchlichen Kreisen bei "dämonischer Besessenheit" anwendet, also absolut fehl am Platz. Hier muss dringend zuvor die Geschichte des besetzten Menschen beleuchtet und seine Baustellen in Ordnung gebracht werden, damit besetzende Geister aus der Resonanz austreten können. Während der Befreiung erringen nur Aufklärung und Geduld und Verständnis das gewünschte Resultat! Das selbe gilt im Übrigen auch bei dämonischer Besessenheit, es benötigt jedoch je nach Grad der Besetzung ein anderes Vorgehen.

 

Wichtig ist, egal, welche Art von Besetzung vorliegt, es sollte immer folgender Grundsatz gelten: Man soll nichts Böses mit Bösem vergelten! Und ein möglichst freiwilliges Verlassen der Geister soll angestrebt werden. Dies geschieht, wenn sämtliche Resonanzen gelöst werden, wie okkulte Verstrickungen durch eine gezielte Lossprechung, Selbsterkenntnis, Bereinigung von Schuld und dauerhafte Verhaltensänderungen und natürlich stetig wachsende Hingabe zu Jesus.

Abschliessendes Fazit und die wichtigsten Punkte nochmals kurz zusammengefasst:

  • Auch ein Christ ist nur ein Mensch wie jeder andere
  • Jesus anzunehmen bedeutet nicht = sofort "Wiedergeboren", sondern vollzieht sich erst nach und nach
  • Die Seele eines Menschen braucht oft viele Jahre, ein irdisches Leben oder über dieses Leben hinaus um seine Seele ausreichend zu läutern und die geistige Wiedergeburt zu erlangen
  • Deshalb kann auch ein Christ wie jeder andere Mensch, durch einen Geist besetzt werden, solange er nicht gänzlich reinen Herzens ist
  • Es kann sich bei Besetzungen um eine dämonische Besessenheit handeln, da ein Mensch, wenn er sich selbst nicht bewusst okkult verstrickt hat, auch über Verstrickungen durch die Familie, Bekanntenkreis oder aus allfälligen Vorexistenzen eine Belastung erworben haben
  • Die Gründe dafür können die totale Abwendung von Gott, Okkultismus, Schwarze Magie, Satanismus und vieles weitere sein
  • Nicht selten macht sich eine Besetzung erst nach der Lebensübergabe an Jesus bemerkbar
  • Es kann jedoch auch eine Besetzung von einem oder mehreren erdgebundenen Verstorbenen vorkommen, welche meist durch negative Verhaltensmuster oder offene Schuld angezogen werden
  • Bei beiden Varianten kommt es zu unterschiedlichen Symptomen, die zwingend differenziert betrachtet und behandelt werden müssen!
  • Eine Lossprechung oder ein Befreiungsgebet allein genügt meist nicht um gänzlich frei zu werden
  • Ganzheitliche und dauerhafte Befreiung gibt es erst, wenn der Mensch die zur Besetzung gehörenden Hintergrundthemen erkannt und bearbeitet hat
  • Dies hat die Konsequenz dass sich die Geister lösen und den Menschen freiwillig verlassen müssen, da sie mit der Schwingungsfrequenz des Menschen nicht mehr auf Resonanz gehen

Wer schreibt hier?

Mein Name ist Sabine Amrhein und ich führe in der Schweiz eine Praxis für christl. spirituelle Lebensberatung. Im Rahmen meiner Arbeit biete ich Betroffenen eine Anlaufstelle bei offenen Fragen oder konkreten Problemstellungen mit Besetzungen.

Falls auch Du offene Fragen hast oder an lösungsorientierter Hilfe interessiert bist, kannst Du mich gerne für ein kostenfreies Erstgespräch kontaktieren. Ich freue mich Dich kennenzulernen. Herzlich, Sabine



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